Wie funktioniert WordPress?

Ich habe keine Ahnung! Zumindest hatte ich es bis vor einigen Wochen noch nicht. Ich habe mich im letzten Jahr wirklich sehr intensiv mit Danas Blog und dem ganzen Drumherum beschäftigt und dabei eine ganze Menge über Fotografie, Bildbearbeitung und Blogmarketing gelernt. Um das eigentliche Baby, den Blog selber, musste ich mich nie wirklich kümmern. Da war ich eher ganz groß darin ihr zu sagen, wie man dieses oder jenes doch besser machen könnte und das möglichst schnell, damit der Gesamteindruck nicht durch irreführende Kleinigkeiten gestört wird. Hier noch was, da noch was, nicht so durcheinander, mach mal so und so… Ganz schön fies!

Mein Respekt davor, wie gut Dana sich da alleine rein gearbeitet hat, wächst gerade von Tag zu Tag und ich ziehe meinen imaginären Hut, verbeuge mich mehrfach und werde dabei immer kleiner und kleiner und kleiner und kleiner und kleiner….

How to start a blog with wordpress

Eines sollte euch klar sein, wenn ihr euch für eine selbst gehostete WordPress Seite entscheidet. Man muss sich auf jeden Fall erstmal mit dem ganzen Hokus Pokus auseinander setzen, vor allen Dingen mit dem Backend. Backend? Klingt wie der hübsche Fussballspieler. Naja, so ähnlich. Was ist denn dieses Backend? Na, das Gegenteil vom Frontend, also dem, was man sieht, wenn man in einem beliebigen Browser eure spätere Internetseite aufruft. Das Backend ist quasi der Teil eurer WordPress Seite, in dem ihr hinter den Kulissen alles so herrichtet, dass es vorne im Frontend hübsch aussieht. Das ist im Grunde gar nicht so schwer, aber man braucht einige Zeit und etwas Geduld, um sich da durch zu wurschteln. Es lohnt sich! Und es macht auch irgendwie Spass. Wie ein Überraschungsei mit unglaublich viel drin. Nur eben ohne Schokolade. Schade eigentlich.

WordPress hat aber vor allen Dingen sehr viele Vorteile gegenüber anderen Blogger-Plattformen.

Diejenigen von euch, die bereits einen Blog auf anderen bekannten Blog-Plattformen haben, werden mit der Zeit merken, dass die Möglichkeiten, den eigenen Blog nach seinen Vorstellungen zu gestalten, relativ eingeschränkt sind. Ich kenne inzwischen ziemlich viele Bloggerinnen, die gerne zu WordPress umziehen würden, es sich aber nicht so richtig trauen oder die Arbeit, mit der das Ganze verbunden ist, scheuen.

Warum denn jetzt also WordPress?

Es gibt so einige Gründe, die für WordPress sprechen. Der Erste ist die nahezu uneingeschränkte Flexibilität. WordPress ist eine Software, die es erlaubt, jede Menge Funktionen in Form von Plugins zu nutzen. Ihr könnt euch das in etwa so vorstellen wie Apps auf eurem Smartphone. Für etliche Funktionen gibt es auch etliche Plugins. Diese Plugins machen ganz verrückte Dinge, sowohl im Frontend, als auch im Backend. Und selbst ganz ohne Plugins bietet WordPress schon sehr viele ausgereifte und übersichtliche Funktionen, die es einem leicht machen, seinen Blog nach den eigenen Wünschen zu gestalten.

Ein weiterer Grund, der gleichzeitig auch Voraussetzung für eine Nutzung der WordPress Software ist, ist die Nutzung eines eigenen Webspace, also von Speicherplatz bei einem Hoster. Klingt verwirrend? Ist es auch, wenn man sich noch nie damit beschäftigt hat.

Ein Hoster ist ein Unternehmen, das Speicherplatz für die Inhalte und Dateien von Internetseiten zur Verfügung stellt. Vielleicht kennen einige von euch ja schon Host Europe, Strato oder All Inkl. Kennt ihr nicht? Auch egal. Ist wieder mit der Handysache vergleichbar. Nur dass ihr anstatt Freiminuten, SMS und Surfvolumen bei einem Hoster Speicherplatz für die Daten eures Blogs mietet. Quasi das Grundstück auf dem ihr euer schönes Haus (euren Blog) bauen könnt. Keine Sorge, das ist gar nicht mal so teuer und ihr habt jederzeit die Möglichkeit mehr Speicher dazu zu buchen.

Die Kombination aus WordPress und gemietetem Webspace bedeutet grenzenlose Freiheit. Free like a bird und so.

Aber zurück zum Thema. Also wie komme ich jetzt zu meiner eigenen WordPress Seite, auf der ich mich in meinem Blog austoben kann? Geduld, das kommt genau jetzt…

Wie richte ich meine eigene WordPress Seite ein?

In dieser Reihenfolge macht es meines Erachtens am meisten Sinn (und ich bin ziemlich schlau):

  1. Überlege dir, wie dein Blog heißen soll, denn das ist die erste Voraussetzung dafür, dass du dir eine Domain (z.B. www.meinblog.de) reservieren kannst. Sieh nach, ob deine Wunschdomain noch verfügbar ist. Google ist dein Freund!
  2. Die Domain kannst du direkt über einen Hoster (die mit dem Webspace) reservieren lassen, sofern dein Wunschname noch verfügbar ist.
  3. Der Vorteil ist, Du kannst direkt deinen Webspace dazu buchen. Die meisten Hoster haben hierfür verschiedene Pakete im Angebot. Meistens sollte eines der kleineren Pakete für den Anfang reichen. Dana und ich nutzen beide dieses Angebot von Host Europe. Das ist nicht so teuer und hat für die meisten Blogs auch ausreichend Speicherplatz.
  4. Als nächstes müsst ihr euch durch das Backend von eurem Hoster kämpfen. Host Europe hat echt einen super Ruf und hat bisher nie Probleme gemacht. Aber das Backend ist nicht unbedingt das Consumer-freundlichste. Das sieht man schon mal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Aber ihr seid ja jetzt schon coole Hacker Nerds, also schafft ihr das auch. Dana hat es damals ganz alleine hingekriegt. Ich hab mir aus Faulheit Hilfe von einem Freund geholt. Habt ihr dort euren Webspace mit eurer Domain verbunden, eine Datenbank eingerichtet und euch wenigsten schon mal eine E-Mail Adresse eingerichtet, kann es weiter gehen.
  5. Als nächstes müsst ihr euch auf WordPress.org die aktuelle WordPress Software runterladen.Nicht wundern, dass ihr hier eine Zip-Datei bekommt, die nur alle möglichen kryptischen Dinge beinhaltet (nicht zu verwechseln mit wordpress.com, wo ihr einen von WordPress gehosteten Blog starten könnt. Hier seid ihr aber wiederum nicht so flexibel und könnt keine Plugins nutzen. Nix mit free like a bird!)How to start a blog with wordpress - Blog-Essentials
  6.  Jetzt müsst ihr WordPress installieren. Leider ist das etwas anders, als ihr es vielleicht von anderen Programmen auf eurem PC oder Mac kennt. Also nix mit Doppelklick und fertig! Denn die Dateien aus der Zip- Datei müssen jetzt irgendwie in eure eingerichtete Datenbank hochgeladen werden. Dazu braucht ihr ein FTP-Programm und einen FTP- Zugang, den ihr ebenfalls vorher im Backend bei eurem Hoster eingerichtet habt. Krasses Hackerzeug! Nein, nicht wirklich. Nur eben für die meisten völlig neu. Das FTP-Programm müsst ihr euch ebenfalls irgendwo runter laden. Ich benutze hierfür Cyberduck. Stellt euch dieses ominöse FTP-Programm einfach wie eine Tür zu eurer Datenbank vor. Habt ihr die WordPress-Dateien aus der Zip-Datei einmal durch die Tür gekickt, habt ihr es auch schon fast geschafft. WordPress lebt! Es hat es sich in eurer Datenbank gemütlich gemacht und hat jetzt sogar eine eigene Adresse (eure Domain), unter der ihr es besuchen könnt. Und nur ihr dürft rein, weshalb ihr auch aufgefordert werdet, ein Passwort zu vergeben.
  7. Jetzt könnt ihr anfangen euer neues Heim einzurichten. Hierzu müsst ihr euch erstmal ein Theme aussuchen, das am ehesten zu dem passt, was ihr letztlich auf eurem Blog haben wollt. Dies bezieht sich auf Design, aber auch Funktionalität. Nicht jedes Theme kann alles von vorn herein. Natürlich kann man alles ändern. Dafür muss man allerdings dann tatsächlich über einige Programmierkenntnisse verfügen. Die ich nicht habe. Ich habe tagelang gesucht, bis ich mein Traumtheme endlich in den Händen hatte. WordPress selbst hat schon eine riesige Auswahl und ihr könnt gerade am Anfang einfach Themes per Knopfdruck installieren und mit ihnen rumprobieren. Vielleicht ist da ja was für euch dabei. Kost nix, funktioniert oft gut. Ich habe lieber etwas länger gesucht und am Ende sogar ein Theme bei themeforrest.com gekauft, weil ich eine sehr genaue Vorstellung davon hatte, wie mein Blog aussehen sollte, ich aber nicht viel Arbeit mit späteren Anpassungen haben wollte. Nach unzähligen „geht so“s – Volltreffer! Juchu.how to start a blog with wordpress
  8. Im Grunde war es das. Also zumindest für euer Fundament. Ihr werdet nicht drum herum kommen, euch mit den Funktionen von WordPress auseinanderzusetzen. Das ist am Anfang doch alles ziemlich verwirrend. Wenn man aber einmal geschnallt hat, wo man was einstellt und wie das alles von der Logik her funktioniert, dann hat man wirklich die volle Power. Das ist jetzt euer Hauptquartier, eure Kommandozentrale. Hier könnt ihr theoretisch alles machen, was man so auf anderen Internetseiten und Blogs schon alles gesehen hat. Das meiste funktioniert über Plugins. Über kurz oder lang werdet ihr sogar in der Lage sein, hier und da selbst ein bisschen zu programmieren. Das merke ich jetzt nach nur paar Wochen werkeln bereits. Und das, obwohl mir sowas gar nicht liegt.
  9. Geduld und nicht verzweifeln! Ist mir auch nicht immer gelungen und es hat jetzt gut drei Wochen gedauert, bis ich soweit war, endlich online gehen zu können. Und ich muss zugeben, ich hatte etwas Hilfe. Meine Buddies Dana und Davor (ja, das ist ein Name). Davor hat’s einfach drauf, wenn es um den ganzen Programmierkram geht. Er hat mir bei der ganzen Installation und der Einrichtung unglaublich geholfen. Dana hat mir vor allem geholfen, mich im Backend von WordPress zurecht zu finden. Ich verneige mich immer noch… bin schon ganz krumm. Wenn ihr also jemanden kennt, der etwas Ahnung hat, fragt ihn oder sie! Es wird euch gerade am Anfang eine Menge Frust ersparen. Ihr wollt ja schließlich bloggen und nicht hacken. Besonders wenn es um die gesamte Einrichtung geht, vom Hoster bis zur Installation. Damit habt ihr hinterher nie wieder was zu tun. Wenn ihr selbst niemanden kennt, kann es sich auch lohnen jemanden zu beauftragen. Das kostet dann zwar etwas, ist auch nur eine einmalige Sache. Dauerhaft graue Haare überfärben ist wahrscheinlich teurer.

Und wie geht es jetzt weiter?

Wie es bei euch weiter geht, weiß ich nicht. Ich bin gerade fleißig dabei Inhalte für mein Blog zu erstellen. Bin da ja, zumindest was das Schreiben angeht, blutiger Anfänger. In dieser Kategorie „WordPress“ werden Davor und ich uns mit den Posts abwechseln. Ich schreibe meine Erfahrungen aus der Anfängerperspektive und lasse euch daran teilhaben.

Der liebe Davor wird sich hier ab und an mit Schritt für Schritt Tutorials die Ehre geben, um euch eine Hilfe zur Selbsthilfe an die Hand zu geben. Ihr könnt ihn über seine Seite auch direkt kontaktieren unter blogpolish.de. Er bietet hier zu sehr freundschaftlichen Preisen seine Dienste als Profi an. Und ich kann ihn nur wärmstens empfehlen. Ich kenne keinen angenehmeren Zeitgenossen, als diesen Davor mit seinem komischen Namen :) Nur Dana mag ich noch mehr!

Überlegt ihr auch euer Blog mit WordPress zu starten? Oder seid ihr drauf und dran, mit eurem bestehenden Blog zu WordPress umzuziehen? Dann schreibt mir eure Fragen gerne unten in die Kommentare.

Wenn euch dieser Post gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn ihr ihn teilt und mir auf einem eurer Social Media Seiten folgt. Euer Bene.

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